Obstsortenausstellung im Deutschen Hirtenmuseum Hersbruck – „Historische Apfel- und Birnensorten in Franken“

Vom 18.09. – 25. 09. 2016 von 10.00 – 17.00 Uhr
(Obstsortenbestimmung nur am 18.September)

Im frühen 19. Jahrhundert war Franken die Wiege der deutschen Obstkultur.
Lernen Sie im Hirtenmuseum die Vielfalt der Apfel- und Birnensorten in Franken kennen.

Rund ums heimische Obst finden Sie am Markttag, am 18. September im Museum, Produkte von Obstbauern über Saft-Manufakturen, Imkern bis zu Brennern edler Schnäpse und Geister. Haben Sie Äpfel oder Birnen im Garten und wissen nicht, um welche Sorte es sich handelt? Dann nutzen Sie an diesem Tag unsere Sortenbestimmung und bringen Sie je drei bis fünf gut ausgefärbte Früchte mit Stiel von normaler Größe ins Museum mit.
Hier werden diese vom bekannten Pomologen und Dipl. Biologen Wolfgang Subal zwischen 10 und 18 Uhr bestimmt ( 1,- € pro sicher bestimmte Sorte).

Erfahren Sie am 25. September um 14 Uhr im Vortrag: „Engagement für ein blühendes Land“, wie und warum sich die Streuobstinitiative Hersbrucker Alb e.V. für den Erhalt von alten Sorten einsetzt.
Die Obstsortenausstellung sowie die Sortenbestimmung sind eine Veranstaltung der Streuobstinitiative Hersbrucker Alb e. V. und des Deutschen Hirtenmuseums Hersbruck.

Seminar zur Obstsortenbestimmung – Einführung in die Pomologie

Mit dem Pomologen Josef Wittmann

  • Samstag, 19.11.2016 von 9.00 – 16.00 Uhr
  • Ort: Tagungshaus, Gaststätte „Grüner Schwan“, Eschenbach 12, 91224 Pommelsbrunn
  • Seminargebühr: 35,- Euro, Mitglieder 30,- Euro
  • Kontakt und Anmeldung.
    Ottmar Fischer, Tel. 09154/8699 E-Mail: ottmarfischer@web.de

Pomona war die römische Göttin der Fruchtbäume!
Die Pomologie ist die Lehre von den Arten und Sorten der Früchte sowie deren Bestimmung und systematische Einteilung.

Der „Geflammte Kardinal“ – Streuobstsorte des Jahres 2016 im Nürnberger Land

Geflammter Kardinal - Streuobstsorte des Jahres 2016 im Nürnberger LandVerschiedene Organisationen bestimmen jährlich eine Streuobstsorte des Jahres, um mit dieser stellvertretend auf die Erhaltungswürdigkeit und Gefährdung unserer traditionell vorhandenen Obstsortenvielfalt hinzuweisen.

Die Kreisfachberatung für Gartenbau und Landespflege und die Streuobstinitiative Hersbrucker Alb e.V. haben den „Geflammten Kardinal“ zur Streuobstsorte des Jahres 2016 im Nürnberger Land gewählt.

Früher war der „Geflammte Kardinal“ sehr verbreitet und gehörte zu den besonders empfehlenswerten Apfelsorten im Königreich Bayern. Wegen seiner vielseitigen Verwertbarkeit fehlte er in fast keinem Bauerngarten. Leider ist er heute im Nürnberger Land zur großen Seltenheit geworden.

Der Baum wächst stark, ist anspruchslos gegenüber Klima und Boden, sowie widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlingen und kann ein hohes Alter erreichen.

Die mittelfrühe Blüte ist nicht frostempfindlich, sie ist allerdings ein schlechter Pollenspender. Es sollten also Apfelbäume in der Nähe stehen.

Die Früchte sind unterschiedlich groß, meist ungleichhälftig mit typischen Rippen, also nicht EU genormt. Dafür haben sie zur Reifezeit (Oktober – Januar) einen erfrischenden Geschmack und sind für jede Verwertung geeignet. Die vielen Synonyme wie: Tortenapfel, Strudelapfel, Backapfel zeugen von der Vielseitigkeit dieser Frucht.

Noch eine Besonderheit wäre erwähnenswert: In reifem Zustand lösen sich die Kerne in ihren Kammern und klappern beim Schütteln.

Deshalb zählt der „Geflammte Kardinal“ auch zu den sogenannten Klapper- und Schlotteräpfeln.

Leider wird die Sorte häufig von den Baumschulen falsch geliefert. Deshalb wird der Apfel von dem Sortenerhaltungsprojekt „1000 Obstbäume für die Frankenalb“ weitervermehrt. Hier gelangen Sie zum „Geflammten Kardinal“ in unserer Sortenübersicht

Herbst 2013

Sehr erfreulich sind die zahlreichen Neupflanzungen durch Mitglieder und Freunde der Initiative, durch Gemeinden und auch Schulen. Immerhin über 120 Obsthochstämme (darunter 60 Auftragsveredelungen besonders seltener Sorten) wurden alleine im Herbst 2013 in unserem Landkreis gepflanzt. Besonders reizvoll ist die Neupflanzung einer klassischen Obstbaumallee durch die Hofgemeinschaft in Vorderhasslach. Es ist nur zu hoffen, dass die Bäume die notwendige Pflege erfahren, wachsen und gedeihen und reiche Früchte tragen.

Die im Rahmen des 1000 Obstbäume Projekts gepflanzten Sorten wurden in ein Register eingetragen, welches über Besitzer, Standort sowie Pflanzjahr Aufschluss gibt. Um für den Erhalt der Sortenvielfalt in der Frankenalb eine gewisse Sicherheit zu gewährleisten, sollen von jeder seltenen Sorte mindestens 10 Bäume gepflanzt werden.

Von den weiteren Aktivitäten im Frühjahr 2014 werden wir auf dieser Seite berichten.

Neupflanzungen Neupflanzungen Neupflanzungen
Neupflanzungen Neupflanzungen Neupflanzungen

Inzwischen sind weitere Umsetzungen erfolgt

Die ersten etwa 40 Altbäume auf Hutangern und Allmendflächen, die uns besonders wertvoll erscheinen, wurden für einen Pflegeschnitt ausgesucht. Dieser soll im Februar/ März 2014 erfolgen.

Wie schon im letzten Winter sollen auch jetzt im Februar wieder Reiser von alten, seltenen Bäumen geschnitten und veredelt werden.
Wir denken an ca. 30 verschiedene Sorten.

Um die kontinuierliche Pflege besonders der neu gepflanzten, aber auch alter Bäume zu fördern, haben wir eine Ausbildung zum „Zertifizierten Landschaftsobstbaumpfleger“ konzipiert. Das erste Modul hat bereits begonnen. Wir freuen uns natürlich sehr, dass der erste Durchgang 2014 schon ausgebucht ist! Näheres unter Aktuelles.

Auch mit den Neupflanzungen kommen wir gut voran. Auch hier Näheres unter Aktuelles.